Die Pagodenburg ist ein Gartenschlösschen, welches sich in der Nähe des Rastatter Schlosses befindet. Es ist das Resultat von Sibylla Augustas Begeisterung für die Pagodenburg in den Nymphenburger Gartenanlagen in München. Noch während ihres Besuchs bei Max Emanuel von Bayern im Jahre 1722 bittet sie um die Baupläne der Münchner Pagodenburg. Wenige Wochen später trifft der Plan in Rastatt ein und man beginnt mit den Arbeiten unter der Leitung des Hofbaumeister Johann Michael Rohrer.
Nur mit wenigen Veränderungen wurde die Pagodenburg umgesetzt und konnte im Jahre 1725 fertig gestellt werden. Anstatt eines Flachdachs setzte Rohrer ein Mansardendach auf den Pavillon. Ähnlichkeit hat dieser 12 Meter breite Bau mit den abendländischen Lusthäusern und Pavillons zur damaligen Zeit.
Sibylla Augusta nutzte die inmitten eines Gartens liegende Pagodenburg als Teehaus und gleichzeitig als Rückzugsort. Heute dient der Pavillon als Ausstellungsort für lokale Künstler.