Bereits um 1350 war das Neue Schloss, das ab 1479 als Residenz diente, auf dem Florentinerberg in der Alt-Stadt von Baden-Baden entstanden. Die gotische Burg wurde unter Markgraf Philipp II. (1569-1588) in einen Renaissancepalast umgestaltet. Im Neuen Schloss von Baden-Baden verbrachte Markgraf Ludwig Wilhelm (1655-1707) seine Kindheit. 1689 wurden das Schloss und die Stadt Baden-Baden von französischen Truppen geplündert und in Brand gesteckt. Von Ludwig Wilhelms angestammter Residenz blieben – bis zum Wiederaufbau im frühen 18. Jahrhundert – nur die mächtigen Außenmauern.
Von 1843 bis 1847 wurde das Schloss für Großherzog Leopold (1790-1852) nach Plänen Friedrich Theodor Fischers restauriert und mit historisierenden Stilformen ausgestattet. Durch den Bau der Residenz Rastatt verlor das Schloss an Bedeutung. Als Großherzogin Stéphanie de Beauharnais (1789-1860) es aber zu ihrer Sommerresidenz ernannte, entwickelte sich das Neue Schloss zu einem bedeutenden Treffpunkt der Fürstentümer Europas.
Die Anlage beeindruckt noch heute durch seine unterschiedlichen Gebäude aus verschiedenen Epochen, sowie durch die einmalige und umfangreiche Terrassierung des Schlossgartens mit einer Vielzahl an exotischen Pflanzen.