Am Anfang der Geschichte von Ettlingen stand, um 1192, eine Burg. Dann folgte ein prächtiges Renaissanceschloss, das 1689, im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges, den französischen Truppen zum Opfer fiel.
Über dreißig Jahre später, 1726, entstand hier ein barocker Neubau: Markgräfin Sibylla Augusta entschloss sich, ihren Witwensitz in Ettlingen zu nehmen. Hofbaumeister Michael Ludwig Rohrer ließ ein üppiges Barockschloss entstehen. Ihr persönliches Augenmerk richtet sie auf den Bau der Schlosskapelle, die dem böhmischen Nationalheiligen Johannes von Nepomuk geweiht ist. Außerdem kümmerte sie sich um den Wiederaufbau der Stadt und der Ettlinger Pfarrkirche.
Der Asam-Saal im Ettlinger Schloss.
Der künstlerische Höhepunkt war die Ausmalung der Schlosskapelle durch Cosmas Damian Asam (1686-1739), einen Meister spätbarocker Fresken. Mit dem Tod der Markgräfin im Jahr 1733 begann eine lange Zeit, in der das Schloss für viele verschiedene Zwecke genutzt wurde – bis es im Jahr 1912 in den Besitz der Stadt Ettlingen überging. Heute ist das Schloss Museum und Veranstaltungszentrum.