Lebensläufe

Grabmal Ludwig Wilhelm

Ludwig Wilhelms Nachruhm

Gegen Ende seines Lebens stand es um den Feldherrnruf des Türkenlouis nicht mehr zum Besten. In Baden kursierten sogar Spottverse auf seine zögerliche Kriegsführung.

Auf längere Sicht kam Ludwig Wilhelm aber wieder zu Ehren. 1754 errichtete ihm sein Sohn, Markgraf Ludwig Georg Simpert (1702-1761), in der Stiftskirche zu Baden-Baden ein prachtvolles Grabmal. Noch wirkungsvoller handelte Georg Simperts jüngerer Bruder, August Georg (1706-1771). 1771 ließ er die so genannte Türkenbeute in einem besonderen Raum des Rastatter Schlosses zusammentragen. Es handelte sich um Trophäen, die Ludwig Wilhelm und andere Mitglieder des markgräflichen Hauses den Osmanen abgenommen hatten. Das war der Auftakt zu ihrer musealen Ausstellung. Der patriotisch gestimmte Schulunterricht des 19. Jahrhunderts tat ein Übriges, um Ludwig Wilhelm als Helden und Türkenlouis in der volkstümlichen Erinnerung zu verankern. Dort hat er bis heute seinen Platz.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook