Lebensläufe

Staatsporträt Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden

Ludwig Wilhelms späte Jahre

Nach der Schlacht bei Slankamen ernannte Kaiser Leopold I. (1640-1705) Ludwig Wilhelm zum Generalleutnant. Der Badener war nun der ranghöchste Soldat des Hauses Habsburg. 1693 wechselte er an den Oberrhein und übernahm dort das Kommando gegen die Truppen König Ludwigs XIV. (1638-1715) von Frankreich.

Im eigenen Land wurde der Türkenlouis als Feldherr zögerlich. Immer wieder klagte er, man enthalte ihm die nötigen Truppen vor. Er bewegte die benachbarten Reichsländer zur Aufstellung eines stehenden Heeres. Es sollte unabhängig von den Weisungen des Wiener Hofes sein. Das weckte den Argwohn des Kaisers. Ludwig Wilhelm fühlte sich seinerseits von Leopold gekränkt. Er war nicht in den Kreis der Kurfürsten erhoben worden. Seine Hoffnung auf den polnischen Königsthron hatte sich ebenfalls zerschlagen. Vom Kaiser waren jeweils andere Kandidaten unterstützt worden.

Als der Türkenlouis 1707 starb, hielt ihn manch einer am Wiener Hof für einen Verräter.

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