Für den Schlossgarten lagen mehrere Entwürfe vor, die aus finanziellen Gründen nicht realisiert und später wegen der unruhigen politischen Lage nicht mehr vollendet wurden. Schon der von Domenico Egidio Rossi um 1700 vorgelegte Plan zeigte eine Gartenanlage in französischer Manier auf. Seine Nachfolger bemühten sich, das kostenaufwändige Projekt im Kern zu erhalten, gleichzeitig aber auf ein bescheideneres Ausmaß zu reduzieren.
Erst unter Markgraf Carl Friedrich von Baden-Durlach (1738-1811) wurde der Schlossgarten nach Plänen von Franz Ignaz Krohmer 1772 realisiert. Als Rastatt 1842 zur Bundesfestung ausgebaut wurde, gab man das Gartenareal für militärische Übungen frei.
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand auf der Fläche ein moderner Volksgarten nach den Entwürfen von Max Laeuger (1864-1952). Dieser Garten litt unter ständigen Umbaumaßnahmen und wurde schließlich ganz aufgegeben.
Schlossgarten Rastatt mit Rabatten und Pergola.
Nachdem der alte Barockgarten nicht mehr rekonstruiert werden konnte, beschloss man eine Neugestaltung, die 1988 abgeschlossen wurde. Nach Plänen von Gunar Martinsson entstand ein formaler Gartenteil, der Überlieferungen wie z.B. Hecken aufgreift und durch einfache Pergolen und Pavillons gegliedert ist. Außerdem gibt es einen Landschaftsgarten mit frei wachsenden Bäumen und großer Wiesenfläche. Die alte Achse zwischen dem Rastatter und dem Ettlinger Schlosser markiert den Übergang zwischen diesen beiden Parkteilen.