Zeitleiste

1655

 

wird Ludwig Wilhelm von Baden-Baden geboren

1675

 

wird Sibylla Augusta Franziska von Sachsen-Lauenburg in Schloss Ratzeburg geboren

1677

 

übernimmt Ludwig Wilhelm die Regierung der Markgrafschaft

1688 - 1698

 

führt Frankreich Krieg gegen das Deutsche Reich wegen Erbanspruchs Ludwigs XIV. auf die Pfalz

1689

 

verwüsten französische Truppen die Pfalz und die oberrheinischen Lande. Auch die Residenzen der badischen Markgrafschaften in Durlach und Baden-Baden werden zerstört. Markgraf Ludwig Wilhelm wiederum vernichtet als kaiserlicher Heerführer in Ungarn bei Nissa ein türkisches Heer

1690

 

heiraten Ludwig Wilhelm und die fünfzehnjährige Prinzessin Sibylla Augusta

1691

 

gelingt dem "Türkenlouis" der entscheidende Sieg gegen die Osmanen in der Schlacht bei Slankamen

1693

 

wird Markgraf Ludwig Wihelm zur Verteidigung des Reichs im Westen berufen

1697

 

Friedensschluss von Ryswijk

1697/98

 

der Architekt Domenico Egidio Rossi wird zur Errichtung eines Jagdschlosses nach Rastatt berufen

1699/1700

 

entschließt sich der Markgraf, an Stelle des Jagdschlosses ein wesentlich größeres Schloss als Mittelpunkt einer neuen, befestigten Residenz zu errichten

1701 - 1714

 

Spanischer Erbfolgekrieg

1702

 

wird der Sohn Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden ("Jägerlouis") geboren

1702

 

ist das Dach über dem Hauptbau des Schlosses, dem "Corps de Logis" fertiggestellt

1703

 

stirbt der mit der Ausmalung der Decken beauftragte italienische Freskant Paolo Manni. Giovanni Battista Artario, Schöpfer der bedeutenden Stuckaturen im Erdgeschoss, arbeitet im Treppenhaus und in der Beletage

1704

 

werden in Italien die Deckenmaler Giuseppe Roli, Giuseppe Antonio Caccioli und Pietro Antonio Farina angeworben. Sie schaffen das Deckengemälde im Ahnensaal und im Quartier der Regentin

1704

 

wird die Tochter Augusta Maria Johanna von Baden-Baden in Aschaffenburg geboren

1705

 

bezieht die markgräfliche Familie den nördlichen Ehrenhofflügel

1706

 

wird der Sohn August Georg Simpert von Baden-Baden in Rastatt geboren

1707

 

stirbt der Markgraf. Bis zur Volljährigkeit des Erbprinzen setzt er seine Gemahlin Sibylla Augusta als "Oberlandesregentin" und als "Obervormünderin" ein. Das Schloss und seine dekorative Ausstattung sind im wesentlichen vollendet

1710

 

lässt sich die Regentin im Bereich des nördlichen Gartenflügels ein Wohnquartier nach ihren Bedürfnissen einrichten

1712

 

werden Ziegelgewölbe zur Sanierung von schweren Bauschäden in der Sala Terrena eingezogen, später stuckiert man hier im Rokoko-Stil

1714

 

endet der Spanische Erbfolgekrieg. Der Friede wird im Schreibkabinett Ludwig Wilhelms von Prinz Eugen und Marschall Villars unterzeichnet

1717

 

gründet Markgräfin Sibylla Augusta die Kreuzbruderschft in Rastatt

1719 - 1723

 

wird eine "Heilige Stiege" und die Schlosskirche im Anschluss an die Privaträume des "Sibyllenbaus" erbaut

1727

 

übergibt Sibylla Augusta die Regierung an ihren fünfundzwanzigjährigen Sohn Ludwig Georg Simpert

1733

 

stirbt Markgräfin Sibylla Augusta in ihrem Witwensitz Schloss Ettlingen

1761

 

stirbt Ludwig Georg, sein Bruder August Georg folgt als regierender Fürst

1747 - 1752

 

findet die zweite große Ausstattungsphase des Schlosses statt: die Stuckdecken werden im Rokokostil modernisiert

1771

 

stirbt mit Markgraf August Georg der letzte männliche Angehörige seines Hauses. Nach dem Aussterben der Linie Baden-Baden fällt die Markgrafschaft an Baden-Durlach

1964

 

beginnt die gründliche Sanierung des Schlosses

1974

 

wird das "Freiheitsmuseum" im linken Erdgeschossflügel eingerichtet

1984

 

wird das "Wehrgeschichtliche Museum" vom Südflügel in die rechte Erdgeschosshälfte erweitert. Der Ahnensaal wird für Veranstaltungen geöffnet

1988

 

wird der Schlossgarten neu gestaltet

1989

 

eröffnet man das restaurierte Hauptgeschoss für Besucherinnen und Besucher

1996

 

wird die Staatliche Bauverwaltung Baden-Württembergs für die Restaurierung des Rastatter Schlosses ausgezeichnet

Weitere Informationen zu Rastatt
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook