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The first Baroque residence on the Upper Rhine

Rastatt Residential Palace

Monday, 25 March 2019

Rastatt Residential Palace | Festivals & markets

Ziemlich gute Freunde: Ereignisreiches Themenjahr startet im Residenzschloss

Das Residenzschloss Rastatt ist einer der Hauptschauplätze des aktuellen Themenjahres der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg – und ist daher auch der Ort, an dem am 7. April das Themenjahr eröffnet wird. „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten": So lautet das Motto, unter das die Staatlichen Schlösser und Gärten das Jahr 2019 stellen. „Rastatt und sein Residenzschloss sind das perfekte Beispiel für diese enge Beziehung über alle Jahrhunderte“, erklärt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten, bei einem Pressetermin im Residenzschloss. Gefeiert wird der Start ins Themenjahr mit reichhaltigem Programm am Sonntag, 7. April in Schloss und Ehrenhof.

GESCHICHTEN UND GESCHICHTE IM THEMENJAHR
Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg widmen sich 2019 der spannungsreichen Beziehungsgeschichte dieser „ziemlich guten Freunde“. In Schlössern, Klöstern, Burgen und Gärten im ganzen Land wird das dramatische Wechselspiel der Geschichte, das sich einst ereignet hat sowohl spannend als auch amüsant erfahr- und erlebbar. „Frankreich und Deutschland blicken auf eine gemeinsame Vergangenheit zurück, die alle Dimensionen zwischen Liebe und Krieg ausfüllt – und diese Beziehung der beiden Nachbarn hat entscheidend den Verlauf der Geschichte Europas bestimmt.“ So ordnet Geschäftsführer Michael Hörrmann die historische Dimension des aktuellen Themenjahres ein. Insgesamt sind es 14 Monumente, die in diesem Jahr die vielen Jahrhunderte der gemeinsamen Geschichte spürbar werden lassen. Etwa das UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn, das seine Existenz dem ursprünglich französischen Zisterzienserorden verdankt. Schloss Heidelberg ist mit dabei, das am Ende des 17. Jahrhunderts in den Grenzkonflikten zur heute berühmtesten aller Schlossruinen wurde. Viele barocke Schlösser, die im 18. Jahrhundert entstanden, machen beim Themenjahr mit, etwa Schloss Ludwigsburg, das Lustschloss Solitude bei Stuttgart, Schloss und Schlossgarten Schwetzingen oder Schloss Weikersheim in Hohenlohe. Wie der französische Kaiser Napoleon Europa veränderte – das zeigen Beispiele im Süden des Landes, etwa die Festungsruine Hohentwiel oder die Klöster Salem und Schussenried.

JUNGES ERSCHEINUNGSBILD DER KAMPAGNE
Mit den „Themenjahren“ haben die Staatlichen Schlösser und Gärten vor fünf Jahren begonnen, neue Wege zu gehen. Schlösser, Burgen, Klöster und Gärten werden jedes Jahr unter einem neuen Aspekt und mit frischem Blick präsentiert. Für die Kampagne wurden die Staatlichen Schlösser und Gärten mehrfach mit dem „German Brand Award“ ausgezeichnet. Das aktuelle Themenjahr präsentiert sich in einer Optik, die an die französische Comic-Tradition erinnert. Historische Begebenheiten aus der Beziehung der Nachbarländer werden humorvoll dargestellt. So tritt Napoleon in Gestalt des gallischen Hahns auf und lässt mit den Worten: „Ich kam, sah und krönte“ die Krone auf das Haupt des württembergischen Kurfürsten Friedrich I. fallen – eine Anspielung auf die Königswürde, die Württemberg Napoleons Gnade verdankt. Der deutsche Bundeskanzler Adenauer schließlich trifft den französischen Präsidenten Charles De Gaulle in Schloss Ludwigsburg und schließt Freundschaft – eine amüsante Form der historischen Präsentation. Frank Krawczyk, der Leiter des Bereichs Kommunikation bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, erläutert: „Mit kurzen Filmen, die auf Youtube abrufbar sind, möchten wir Geschichte lebendig und witzig vermitteln und vor allem auch junge Zielgruppen wie etwa Schülerinnen und Schüler erreichen. Damit folgen wir unserem Bildungsauftrag“.

RASTATT ALS ZENTRALER ORT DES THEMENJAHRES
Das Residenzschloss Rastatt ist zugleich zentraler Ort im Themenjahr und Schauplatz der Eröffnung: „Das Schloss war ein Schauplatz vieler deutsch-französischer Ereignisse von der Barockzeit bis in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs“, erläutert Dr. Karin Ehlers, als Leiterin des konservatorischen Bereichs der Staatlichen Schlösser und Gärten für die Inhalte des Themenjahres zuständig. „Das Schloss zeigt beispielhaft die Verschränkung der beiden Länder rechts und links des Rheines. Die Lebensgeschichte des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden ist ein Paradebeispiel für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern“. Markgraf Ludwig Wilhelm ist benannt nach seinem Großvater, dem badischen Markgrafen Wilhelm, und seinem Taufpaten Ludwig XIV., dem König von Frankreich. Obwohl die Markgrafschaft von über 100 Jahren Krieg mit Frankreich gezeichnet war, lehnt sich sein Residenzneubau in Rastatt an die Idee von Versailles an. Doch auf dem Dach der Residenz steht eine monumentale Figur des antiken Gottes Jupiter, der Blitze schleudert – in Richtung Frankreich, das gleich auf der anderen Rheinseite beginnt. Die deutsch-französischen Geschichte in Rastatt geht weiter: 1714 wurde im Residenzschloss der Rastatter Friede unterzeichnet, ein Schlusspunkt unter ein Jahrhundert der Kriege. Und nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die französische Militärverwaltung im Ahnensaal des Schlosses einen Gerichtshof ein, vor dem viele Verantwortliche für die deutschen Konzentrationslager während des Nationalsozialismus standen. 

DER FESTTAG ZUR ERÖFFNUNG
Der 7. April, die Eröffnung des Themenjahres, wird begangen mit einem Festakt im Schloss. Ab 13 Uhr öffnen sich die Tore zum Schloss. Zur Feier des Tages stehen die Prunkräume ohne Führung offen. Von 13 bis 17 Uhr können die Gäste im Schloss in einer szenischen Darstellung das Drama um den Abschluss des „Rastatter Friedens“ erleben, dargestellt von Schauspielern in Kostümen der Zeit des Türkenlouis und der Markgräfin Sibylla Augusta. Den ganzen Nachmittag geöffnet ist das Malatelier für Kinder. Um 14 Uhr tritt das Vocalensemble Rastatt & Les Favorites im Ahnensaal auf und um 15 Uhr startet die Sonderführung „Der goldene Mann und der Sonnenkönig“.

REICHES JAHRESPROGRAMM 2019 IN RASTATT 
Das ganze Jahr über bietet das Programm im Residenzschloss attraktive Sonderführungen zum Themenjahr. Etwa „Triumph und Tragik des Türkenlouis“, bei der es um die Karriere des Markgrafen Ludwig Wilhelm geht (nächster Termin: 28. April 14.30 Uhr). Oder die „Amüsanten Geschichten aus der Weltstadt Paris und der badischen Provinz (nächster Termin 2. Juni 14.30 Uhr). Um die deutsch-französische Biographie von Markgraf Ludwig Wilhelm geht es bei der Führung „Im Schatten von Versailles“ (nächster Termin 26. Mai 14.30 Uhr). Und „Die Macht der Mätressen“ stellt eine besondere Frauenrolle – auch am Rastatter Hof vor (Termin: 3. November 14.30 Uhr). Mit den „Beiden Ludwigs in Rastatt und Versailles“ befasst sich eine weitere der Sonderführungen (nächster Termin 31. März 14.30 Uhr). Aber auch außerhalb des Jahresmottos bietet das Schloss viel an Attraktivem. Ein besonderes Highlight ist dabei das Open Air mit dem Top Act DJ Sven Väth am 3. August. Den Abschluss des Jahres wird auch 2019 wieder die besonders stimmungsvolle Schlossweihnacht bilden.

SERVICE UND INFORMATION
Programm am 7. April

ERÖFFNUNG DES THEMENJAHRES IM RESIDENZSCHLOSS RASTATT
13.00 Uhr Beginn 
13.00 – 17.00 Uhr 
Freier Rundgang durch die Prunkräume
Kinderwerkstatt im Raum neben der Schlosskasse: Kinder malen eine Montgolfiere
Beletage vor dem Friedenskabinett: Aufführung der szenischen Darstellung „Der Rastatter Friede“ 
Oberes Vestibül: Infostand der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg 
14.00 Uhr Vocalensemble Rastatt & Les Favorites Auftritt im Ahnensaal
15.00 Uhr Sonderführung „Der goldene Mann und der Sonnenkönig“ 

INFORMATIONEN
Residenzschloss Rastatt
Herrenstraße 18 – 20, 76437 Rastatt
Telefon 072 22.97 83 85
info@schloss-rastatt.de

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